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Écrit en 2012 - allemand

Wolfram Hölls Erinnerungsspur „Und dann“ führt in den Kopf eines vielleicht sechs-bis achtjährigen Kindes, das Mitte der Neunziger in irgendeiner Plattenbausiedlung ohne Mutter mit einem überforderten alleinerziehenden und vermutlich arbeitslosen Vater samt seinen Geschwistern gelebt haben muss. Solche Lebensrahmen-Details muss man sich im Text allerdings erst mühsam zusammensuchen oder erschließen, denn „Und dann“ kennt nur eine Perspektive: die eines Jungen, der sich seine fremde, neu/alte Umgebung erklären will und die vielen Einzeleindrücke, aus denen sich kein rechtes Sinngebäude ergeben will, mit einem unablässigen „und dann“ aneinander klebt. Eine wackelige, lückenhafte Welt aus eintönigen Tagen, verblassenden Vorwende-Erinnerungsresten, täglichen Routinen und zuweilen rätselhaftem Vaterverhalten wird im Kinderkopf notdürftig zusammengeleimt.

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2010